Alle Geburtshäuser bieten eine ambulante Geburt an. Etwa drei bis vier Stunden nach der Geburt fahren die Eltern mit dem Baby nach Hause, wo sie regelmässig von einer Hebamme besucht werden. In manchen Geburtshäuser können die Eltern mit ihrem Kind wahlweise ein paar Tage und Nächte bleiben.
Die Hebamme beobachtet den Wochenbettverlauf bei der Frau und die Entwicklung des Neugeborenen. Sie unterstützt durch praktische Hilfe das Stillen und die Pflege des Kindes. Und sie ist eine wichtige Ansprechpartnerin bei Fragen zum Leben mit einem Säugling. Auch über das Wochenbett hinaus, während der gesamten Stillzeit, kann die Hebamme zum Stillen und zur Ernährung des Kindes beraten.
Eine ambulante Geburt hat viele Vorteile. Die Familie kann den Tag nach ihren Bedürfnissen gestalten, der Vater und eventuelle Geschwisterkinder sind von Anfang an mit dabei, die Intimität und Ruhe wird nicht durch fremde Besucher gestört.
Bei Bedarf kann nach einer ambulanten Geburt für den Haushalt und die Betreuung von Geschwisterkindern über die Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragt werden.